Nach zwei Heimspielen in der Wuppertaler Unihalle geht es für den Bergischen HC am Sonntag zum ersten Mal in dieser Saison in die Mitsubishi Electric HALLE Düsseldorf. Zu Gast ist um 15 Uhr der Deutsche Meister 2025 und amtierende Pokalsieger Füchse Berlin. Die Rollenverteilung ist klar, doch der BHC wird alles daransetzen, um seine Außenseiterchance zu wahren.
„Wir hoffen natürlich darauf, dass Berlin einen schlechten Tag erwischt“, sagt BHC-Trainer Arnor Gunnarsson. Die Berliner sind zwar gut in die Bundesliga-Saison gestartet, mit dem Champions-League-Spiel am Mittwoch waren sie allerdings nicht zufrieden. Gegen KC Veszprem verloren die Hauptstädter zu Hause 29:35 (16:21). Die Vorbereitungszeit auf das Bundesligaspiel am Sonntag fällt für das Team von Coach Nicolej Krickau daher etwas kürzer aus als für den BHC. Gunnarsson: „Falls das ein Vorteil für uns sein könnte, wollen wir ihn nutzen.“
Beim BHC ist die Lage in dieser Trainingswoche besser als in der vorigen. Die Erkältungswelle ist inzwischen beendet, die Truppe hat mit Ausnahme der beiden Langzeitausfälle Yannick Fraatz und Janik Schrader trainiert. Bei Neuzugang Schrader findet bald ein Belastungstest statt. „So lange müssen wir noch abwarten“, sagt Markus Pütz, Gunnarssons Trainer-Partner.
Der Rest der Mannschaft ist am Sonntag dabei. Die knappe 28:29-Niederlage beim HC Erlangen haben die Bergischen inzwischen verdaut. „In der Trainingsarbeit haben wir den Fokus etwas anders gesetzt. Wir wollen natürlich weniger technische Fehler machen“, stellt Pütz klar.
Mit den Berlinern hat der BHC seit dem Wiederaufstieg keine guten Erfahrungen gehabt. In der Liga gingen die Spiele 27:39 und 28:35 verloren. Im seitens der Löwen sensationell erreichten Finale des DHB-Pokals gewannen die Füchse 42:33. Die Mannschaft ist ihrer Favoritenrolle also deutlich gerecht geworden.
Die BHC-Chancen könnten aber ein bisschen besser stehen, weil der Berliner Kader zwar immer noch überragend, aber nicht mehr so dominant wie vorige Saison ist. In Lasse Andersson gaben die Hauptstädter einen herausragenden Rückraum-Linkshänder ab. Auch Torhüter Dejan Milosavljev ist nicht mehr dabei. Nils Lichtlein und Fabian Wiede sind derweil verletzt.
Dass das Team um Ex-BHCer Max Darj weiterhin jeden schlagen kann, hat es aber bereits unter Beweis gestellt. Zuletzt gewann Berlin 33:28 gegen den VfL Gummersbach. Mit 6:2-Punkten stehen die Füchse auch für ihre Verhältnisse sehr ordentlich da. Die einzige Niederlage setzte es auswärts gegen Meisterschaftsfavorit SC Magdeburg.
Mathias Gidsel spielt weiterhin überragend und ist der offensive Kopf der Mannschaft. „Ihn müssen wir irgendwie in den Griff kriegen, auch wenn das nicht zu 100 Prozent gelingen kann“, sagt Pütz, der fest davon überzeugt ist, dass die Bergischen eine Chance haben, wenn sie ihr Limit erreichen.
Das Match am Sonntag in der Mitsubishi Electric HALLE ist noch nicht ganz ausverkauft. Resttickets sind Online-Shop noch verfügbar.