Bei seiner internationalen Premiere hat der Bergische HC einen Auftakt nach Maß hingelegt. Dem 30:29-Auswärtssieg bei Tatran Presov ließ die Mannshaft ein 29:25 gegen IK Sävehof in der Klingenhalle folgen. Der Lohn: Nach zwei Spieltagen führen die Löwen die Gruppe D mit 4:0-Punkten an und hoffen am Dienstagabend auf den dritten Streich. Um 20.45 Uhr (High School Jelkovec) beginnt das Match bei MRK Sesvete in Zagreb.
„Als Sportler ist es wichtig, dass man punktet. Das Selbstbewusstsein wird größer – das konnte man bei uns von Spiel zu Spiel sehen“, sagt BHC-Trainer Arnor Gunnarsson. „Der Presov-Sieg hat uns in Balingen geholfen, der Erfolg dort wiederum für das Heimspiel gegen Sävehof.“ Gunnarssons Trainer-Kollege Markus Pütz ergänzt: „Dadurch können wir schon ein Stück weit befreiter aufspielen und wollen natürlich auch in Kroatien alles reinwerfen.“
Die hohe Belastung hat die Mannschaft gut überstanden. „Es hat schon geholfen, dass wir in der Breite agieren konnten“, erläutert Pütz. So ist Janik Schrader nach seiner Fußverletzung stärker belastbar und ein wichtiger Faktor geworden. Aber auch mit Zeb Bjerneld sind die Trainer sehr zufrieden. „Beide haben dafür gesorgt, dass wir Johannes Wasielewski, der erkrankt nicht trainieren konnte, im Spiel gegen Sävehof entlasten konnten.“
Derselbe Kader, der die jüngsten drei Siege errungen hat, reist in der Nacht zum Montag nach Kroatien. Die Mannschaft trifft sich bereits um 3 Uhr, bevor es Richtung Flughafen geht. Zum Frühstück will die Reisegruppe bereits im Hotel sein. „Die Jungs freuen sich drauf. Das merkt man“, meint Gunnarsson. Am Montagabend findet vor Ort das Abschlusstraining statt, am Dienstag geht es nach dem Spiel nicht sofort zurück nach Deutschland, sondern erst am Mittwoch. „Der Ablauf ist also ähnlich wie in Presov.“
Nicht dabei sein werden weiterhin Gerdas Babarskas und Yannick Fraatz. Von beiden gibt es allerdings positive Nachrichten: Fraatz, der seit beinahe einem Jahr aufgrund eines Kreuzbandrisses ausfällt, ist ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und wird nun nach und nach weiter aufgebaut. Babarskas ist nach seiner Not-OP aufgrund eines Blinddarmdurchbruchs aus dem Krankenhaus entlassen worden. „Jetzt müssen wir Geduld haben. Es geht um Wundheilung und Entzündungswerte innerhalb des Körpers. Noch darf er keinen Sport machen“, sagt Pütz, der von drei Monaten Pause ausgeht. „Zumindest ist das unser Zeitplan. Wenn es früher gehen würde, wäre das umso schöner.“
BHC-Gegner MRK Sesvete hat in der European League in dieser Saison noch nicht gewonnen. In Sävehof unterlag der kroatische Vizemeister 27:34, gegen Presov verlor er einen Vorsprung und musste sich mit einem 36:36 begnügen. In der Meisterschaft steht Sesvete mit vier Siegen und einer Niederlage allerdings sehr gut da.
„Es ist eine Mannschaft, die aus dem Rückraum werfen kann, aber auch eine sehr gute Kreis-Kooperation hat“, beschreibt Gunnarsson den Gegner. Spielmacher Tin Bakovic ist einer der gefährlichsten Akteure des Teams. Am Samstag beim jüngsten 31:28-Erfolg in Metkovic fehlte zum wiederholten Male Linkshänder Leon Pavicic. „Das ist eigentlich ein ganz wichtiger Spieler. Er kann den Unterschied ausmachen.“
Der BHC wird nach Kroatien von einem Fantross begleitet. Pütz: „Wir haben gehört, 50 sind diesmal dabei. Darüber freuen wir uns natürlich sehr – es motiviert auch zusätzlich.“