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Enttäuschende Leistung in Kroatien

Der Bergische HC hatte sich viel vorgenommen für sein drittes Spiel in der European League bei MRK Sesvete in der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Doch die Löwen erreichten trotz fantastischer Unterstützung von rund 50 mitgereisten Fans ihre Normalform nicht. Beim 31:37 (13:18) fand der BHC vor allem in der Abwehr nie ins Spiel.

Mit wenigen Unterbrechungen erarbeiteten sich die Gastgeber gute Chancen, die zumeist im Torerfolg endeten. Christopher Rudeck und Kristian van der Merwe brachten es zusammen im gesamten Match lediglich auf fünf Paraden, sahen sich aber auch hochkarätigen Abschlüssen gegenüber. Den Bergischen gelang es nicht, die Rückraumwürfe von Sesvete zu verteidigen, stellten aber auch den gegnerischen Kreisläufer nicht kalt.

Mit 13:18 ging es in die Pause. Vorne agierten die Gäste phasenweise ordentlich, leisteten sich aber auch acht technische Fehler pro Halbzeit und mehr Fehlversuche als die Kroaten. Das schönste Tor des Tages markierte Janik Schrader auf Kempa-Pass von Tim Hilding. Julian Fuchs traf außerdem sehr zuverlässig von der Außenposition.

In der zweiten Hälfte veränderten sich die Kräfteverhältnisse zunächst nicht. Es blieb bei vier oder fünf Toren Abstand. Erst als sich Sesvete zwei Angriffe in Folge Nachlässigkeiten leistete und in Unterzahl geriet, schlug der BHC Profit. Per Siebenmeter Fynn Hangstein sowie Schrader verkürzten auf 28:30. Die Chance zur Wende war zwölf Minuten vor Schluss gekommen.

Doch sie verpuffte. Ein Ballverlust und zwei Fehlwürfe kosteten auch diese gute Gelegenheit. MRK Sesvete zog wieder weg, blickte nicht mehr zurück und jubelte über seinen ersten Saisonsieg in der European League gegen einen enttäuschenden BHC.

Komplett waren die Gäste nicht nach Zagreb gefahren. Louis Oberosler blieb mit einer Oberschenkelzerrung zu Hause, Gabriel da Rocha Viana erkrankt. Fynn Hangstein und Lars Kooij spielten angeschlagen, doch auch das konnte die Teamleistung nicht erklären.

Löwengebrüll – Stimmen zum Spiel
Markus Pütz: „Für uns war es von Anfang an ein gebrauchter Tag. Wir waren in allen Belangen unterlegen und haben den Gegner selbst stark gemacht. Probleme hatten wir vor allem in der Abwehr und der Zweikampfqualität. Außerdem standen wir nicht gut gegen den Kreisläufer. Es war ein verdienter Sieg von Sesvete, das sich dann auch noch in einen Rausch spielte.“
Fabian Gutbrod: „Ich finde, man muss sich im Sport nicht allzu häufig für seine Leistung entschuldigen. Heute ist es aber so. Sesvete war kämpferisch, taktisch, individuell und emotional besser als wir. Das Spiel haben wir verdient verloren gegen ein Team, das qualitativ eigentlich schlechter ist. Die Unterstützung, die wir seitens der Fans hatten, fand ich beeindruckend. Es zeigt, was wir inzwischen geschafft haben. Wir haben es aber in keiner Weise zurückzahlen können.“

MRK Sesvete – Bergischer HC 37:31 (18:13)
MRK Sesvete: Peric, Kahlina – Jelovcic (3), Hrsak (11), Dumencic (3/3), Tomic (3), Ivanisevic, Knezovic, Udovicic (1), Lulic (6), Finek (3), Badric, Vori, Molc (1), Bakovic (6), Topic. Trainer: Andrija Nikolic
Bergischer HC: Rudeck, Van der Merwe – Becher (4), Steinhaus (3), Hangstein (7/6), Schöttle, Hilding (1), Babak, Bergner (4), Kooij, Schrader (3), Wasielewski (2), Bjerneld, Fuchs (7). Trainer: Arnor Gunnarsson und Markus Pütz
Schiedsrichter: Ron Peretz und Niv Schwartz
Siebenmeter: 3/3 – 6/6
Zeitstrafen: 2 – 1 (Hrsak, Tomic – Kooij)

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