Der Bergische HC hat gegen den HC Hamburg einen befreienden Sieg gelandet. Das 26:25 war der erste Heimerfolg dieser Bundesliga-Saison, der die Löwen vor diesem Spieltag einen Nicht-Abstiegsplatz eingebracht hat. „Es waren unfassbar wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten“, sagt Markus Pütz aus dem BHC-Trainerteam. „Mit derselben Entschlossenheit wollen wir das Spiel in Hannover angehen.“ Am Samstag (19 Uhr) sind die Bergischen in der ZAG-Arena zu Gast.
Die Hannoveraner haben im Oktober nicht ganz so erfolgreich gespielt – zumindest, wenn es um die Ergebnisse geht. Von vier Spielen gingen drei verloren. In Balingen sicherte sich die Mannschaft von Coach Juan Carlos Pastor zumindest ein Unentschieden. „Sie haben dort lange geführt“, weiß Pütz. „Und das war auch im Heimspiel gegen den TBV Lemgo Lippe so.“ Gegen die Ostwestfalen führte die TSV vor einer Woche in der zweiten Halbzeit deutlich, verlor aber völlig den Faden und unterlag 26:29.
Gegen den BHC wird sich die Truppe vermutlich erfolgreicher präsentieren wollen. Zumal auch die Verletzungsprobleme langsam abebben. Marian Michalczik wirkte schon im vorigen Spiel wieder mit. Der an der Hand verletzte Leif Tissier gibt vielleicht am Samstag sein Comeback. „Wir bereiten uns zumindest darauf vor“, meint Arnor Gunnarsson, die andere Hälfte des BHC-Cheftrainergespanns. Das Gleiche gelte für Tim Zechel, der zuletzt ebenfalls verletzungsbedingt nicht zum Einsatz kam.
Topspieler wie Renars Uscins – in der Saison 2020/21 auch kurz beim BHC -, Justus Fischer und Sebastian Heymann sind fit und gut in Form – was sich auch über die Torhüter Simon Gade und Joel Birlehm sagen lässt. Ersterer pariert bisher 30,82 Prozent der Bälle auf seinen Kasten. Der ehemalige BHCer Lukas Stutzke ist vor allem aus der Hannoveraner Abwehr kaum wegzudenken. „Es ist eine Mannschaft, die eine enorm hohe Qualität hat“, sagt Gunnarsson. „Wir sind Außenseiter, reisen aber mit großen Selbstvertrauen an.“
Bereits am Freitag macht sich voraussichtlich die gesamte Mannschaft auf den Weg. Gerdas Babarskas kann zwar noch nicht spielen, ist aber nach überstandenem Blinddarmdurchbruch wenigstens kontaktlos zurück in der Halle. Yannick Fraatz hat nach fast einem Jahr Ausfall aufgrund eines Kreuzbandrisses die Freigabe erhalten. Der Rechtsaußen hat den Return-to-Competition-Test bestanden. „Ob er spielt, steht noch nicht fest. Vielleicht geben wir ihm noch ein paar Extra-Tage“, sagt Pütz. Der BHC tritt nach der Länderspielpause im DHB-Pokal am 12. November bei der MT Melsungen an. Spätestens dann dürfte Fraatz wieder ins Geschehen eingreifen.
Louis Oberosler steht nach einer Zerrung ebenfalls wieder zur Verfügung. Der Rest der Mannschaft hat das Kampfspiel gegen den HC Hamburg gut überstanden. Auch Tom Bergner, der 60 Minuten auf beiden Seiten des Feldes durchgearbeitet hat. „Auf der Abwehrleistung mit nur 25 Gegentoren können wir aufbauen“, meint Gunnarsson. „Natürlich spielt Hannover ganz anders als Hamburg, gerade mit Justus Fischer am Kreis, aber wir hatten gute Trainingstage und sind zuversichtlich, dass wir bereit sind.“
Beide Trainer hoffen, dass die Abschlussquote etwas besser wird als am vorigen Wochenende. Pütz: „Die Chancen haben wir hervorragend herausgespielt, aber wir haben die Bälle nicht konsequent genug reingemacht.“