Eloy Morante Maldonado im Zweikampf mit einem Flensburger Spieler
Foto: Andreas Fischer

ENDSPIEL GEGEN FLENSBURG

Der Bergische HC hat sich durch den sensationellen 30:29-Sieg bei den Füchsen Berlin eine Riesenchance erarbeitet. Am Sonntag, dem letzten Spieltag der LIQUI MOLY HBL, ist der Sprung auf den 16. Platz und damit auf den letzten Nicht-Abstiegsrang noch möglich. Dafür müssen die Löwen ab 16.30 Uhr im PSD BANK DOME die SG Flensburg-Handewitt besiegen und auf Unterstützung aus Hannover hoffen. Unabhängig vom Ausgang der Partie werden im Anschluss zehn Spieler verabschiedet.
„Nach dem Sieg in Berlin ist eine große Vorfreude auf das Spiel am Sonntag spürbar“, sagt Markus Pütz aus dem BHC-Trainertrio. „Wir sind stolz darauf, den Füchsen ihre erste Heimniederlage beigebracht zu haben. Vor allem aber auf die gezeigte Leistung.“ Pütz betont, dass die Mannschaft trotz der beiden Roten Karten gegen Frederik Ladefoged und Lukas Stutzke stabil geblieben ist. „Und das gegen einen Gegner, der die Champions League erreicht hat.“

Bestätigen die Bergischen diese Leistung am Sonntag gegen Flensburg, ist auch gegen den Tabellendritten eine Überraschung drin. „Wenn wir das Niveau halten und voll fokussiert bei der Sache sind, wird es für Flensburg schwer, uns zu schlagen“, zeigt sich Pütz selbstbewusst.

Die Nordlichter sind individuell ähnlich überragend besetzt wie die Füchse. Simon Pytlick und Jim Gottfridsson sind extrem zweikampfstark. Dazu kommen Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla am Kreis, der wieder genesene Rückraum-Linkshänder Kay Smits sowie das starke Torhüter-Duo Kevin Möller und Benjamin Buric – um nur einige Beispiele zu nennen.

Pütz und seine Trainerkollegen Arnor Gunnarsson sowie Fabian Gutbrod hoffen, dass der BHC am Sonntag an sein gutes Tempospiel aus Berlin anknüpfen kann und im Angriff eine ähnliche Tiefe in den Zweikämpfen erreicht. „In Berlin haben wir uns das Glück, das wir zum Schluss auch haben, wirklich erarbeitet“, findet Pütz.

Etwas Glück kann im Kampf um den rettenden 16. Platz auch am Sonntag nicht schaden. Denn alleine ein Sieg gegen die SG Flensburg-Handewitt genügt nicht, um den HC Erlangen noch zu überholen. Zeitgleich muss die TSV Hannover-Burgdorf die Oberfranken schlagen. In dem Fall wären BHC und HCE punktgleich, so dass die Tordifferenz entscheidend wäre. Aktuell sind die Erlanger mit fünf Treffern im Vorteil – es würde also zum Beispiel aus BHC-Sicht genügen, Flensburg mit einem Tor Unterschied zu schlagen, während Erlangen mit vier Treffern in Hannover verliert. Dann wäre die Tordifferenz identisch, der direkte Vergleich würde den Ausschlag geben – den hat der BHC mit zwei Toren gewonnen (27:28 und 28:25).

„Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, zum ersten Mal im DOME zu gewinnen“, sagt der Trainer, der auf massive Unterstützung von den Rängen hofft. „Die Stimmung wird uns helfen.“ Tickets für den letzten Spieltag sind im Vorverkauf noch ONLINE oder an der Tageskasse verfügbar.

Wer dabei ist, sollte nach dem Schlusspfiff nicht direkt nach Hause gehen. Im Anschluss an die Partie verabschiedet der Bergische HC gleich zehn Spieler: Grega Krecic, Antoni Doniecki, Tim Nothdurft, Peter Johannesson, Tobias Schmitz, Aaron Exner, Alexander Weck (aktuell verliehen), Tom Bergner (aktuell verliehen) und auch Tom Kare Nikolaisen sowie Linus Arnesson. Die Verträge der beiden zuletzt genannten Skandinavier wurden in gegenseitigem Einvernehmen zum Sommer 2024 aufgelöst. Die Abgänge der acht anderen Spieler stehen bereits seit längerem fest.