Foto: Andreas Fischer

Hohe Hürde zum Heimstart

Nach der knappen 29:30-Niederlage beim TVB Stuttgart bestreitet der Bergische HC am Mittwochabend (20 Uhr, Unihalle Wuppertal) sein erstes Pflichtspiel der neuen Saison vor eigenen Fans. Zu gerne würden die Löwen auch die ersten Punkte einfahren, doch die SG Flensburg-Handewitt stellt eine der schwierigsten Herausforderungen überhaupt dar.

„Magdeburg, Flensburg, Kiel, Berlin“, nennt BHC-Trainer Arnor Gunnarsson seine Meisterschaftsfavoriten. „Wir treffen ganz sicher auf eine der besten Mannschaften überhaupt.“ Das haben die Norddeutschen in ihrem Auftaktspiel gegen den ThSV Eisenach zwar noch nicht gänzlich unter Beweis gestellt, doch am Ende behielten sie die Punkte durch einen 33:31-Erfolg doch in der Fördestadt. „Im ersten Spiel ist man immer noch ein bisschen nervös. Das hat man ja auch bei uns gesehen“, sagt Gunnarsson.

Beim 29:30 gegen die Schwaben leisteten sich die Löwen vor allem in der ersten Halbzeit zu viele technische Fehler. Im Sieben-gegen-Sechs ging der Ball drei Mal verloren und landete im leeren Tor. „Das können wir besser.“ Nach der Pause gelang gerade offensiv eine deutliche Steigerung, doch der Ausgleich fiel nicht. „Ein bisschen frustriert sind wir schon, dass es nicht zu einem Punkt gereicht hat. Aber es war ein schwieriges Spiel. Jetzt kommt Flensburg, und da spielen wir ohne den ganz großen Druck“, meint der Isländer.

Zusammen mit dem SC Magdeburg dürfte die SG das beste Tempospiel der Liga haben. Der eigene Rückzug muss also definitiv stimmen, weiß das BHC-Trainergespann Gunnarsson und Markus Pütz. „Auf uns wartet Weltklasse.“ Simon Pytlick, Marko Grgic, Lasse Möller und Neuzugang Aymeric Minne bilden das Herzstück des extrem starken Flensburger Rückraums. Letztgenannter Franzose hat gegen Eisenach zum Einstand gleich sechs Mal getroffen. „Um eine Chance zu haben, brauchen wir den Überraschungseffekt auf unserer Seite. Und wir hoffen, dass Flensburg nicht seinen besten Tag hat“, sagt Gunnarsson.

Vorige Saison gingen beiden Partien recht klar an Flensburg. Im Heimspiel wurden die Löwen beim 33:43 überrannt. „Natürlich hatten wir uns auch da vorgenommen, gute Abschlüsse zu kreieren und mit Vollgas zurückzulaufen. Aber es ist uns nicht gelungen. Das müssen wir auf jeden Fall besser machen“, meint der Coach.

Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, mit der Montagseinheit war das Trainerduo sehr zufrieden. Bis auf Janik Schrader und den langzeitverletzten Yannick Fraatz war das Team komplett. „Ob Janik spielen kann, ist noch offen. Nico Schöttle ist weiterhin noch nicht 100-prozentig bereit für den Angriff. Aber es geht in die richtige Richtung.“

Wer beim Heimauftakt dabei sein möchte, kann im Online-Shop noch Tickets buchen. Die Abendkasse öffnet 90 Minuten vor Spielbeginn ebenfalls.

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