Foto: Andreas Fischer

Kampf um den Klassenerhalt geht weiter

Lang war die Länderspielpause für den Bergischen HC nicht, so dass die Mannschaft mit Ausnahme der drei international geforderten Spieler im Rhythmus blieb. Die Saison in der DAIKIN HBL wird am Donnerstag mit dem Duell zwischen dem HSV Hamburg und dem Bergischen HC (19 Uhr, Sporthalle Hamburg) fortgesetzt. Der BHC will in der Hansestadt die nächsten beiden Punkte im Abstiegskampf einsammeln.

„Wir brauchen wieder diese Einstellung und Bereitschaft, wie wir sie zuletzt im Spiel gegen den SC Magdeburg gehabt haben“, sagt das BHC-Trainergespann Arnor Gunnarsson und Markus Pütz. Zwar verloren die Bergischen gegen den Champion-League-Sieger mit 25:27, doch sie hatten den haushohen Favoriten am Rande einer Niederlage. Pütz: „Diese Leistung müssen wir für den weiteren Saisonverlauf konservieren. Und ich bin mir sicher: Wenn wir so am Donnerstag beim HSV spielen, werden wir auch gewinnen.“

Viel hat vor anderthalb Wochen funktioniert – so auch das Comeback von Eloy Morante Maldonado nach viermonatiger Verletzungspause. „Er wird am Donnerstag wieder eine Option sein“, sagt Pütz. Die BHC-Trainer sind mit der Kaderentwicklung zufrieden. Nicht nur Morante hat das jüngste Match gut weggesteckt. Voraussichtlich tritt der BHC mit derselben Mannschaft wie gegen Magdeburg auch in Hamburg an.

Fit und gesund sind auch Gerdas Babarskas (Litauen), Lars Kooij (Niederlande) und Belal Massoud (Ägypten) von ihren Einsätzen mit der Nationalmannschaft zurückgekommen. Abwehrchef Babarskas scheiterte in der WM-Qualifikation an Serbien, die anderen beiden waren in Testspielen im Einsatz.

Nun liegt der volle Fokus auf den Hamburgern, gegen die der BHC in dieser Saison bereits gewonnen hat. Das Hinspiel in Düsseldorf endete 35:32. „Lukas Diedrich hat gegen die Hamburger Außen sehr stark gehalten“, blickt Gunnarsson zurück. „Und wir haben im Angriff wirklich gut gespielt.“ Der BHC, damals stark dezimiert, hatte eine hohe Durchschlagskraft aus dem Rückraum und bekam defensiv HSV-Spielmacher Nicolaj Jörgensen gut in den Griff.

Bei den Hanseaten hat sich seitdem etwas bewegt. Kreisläufer Andreas Magaard fällt mit einer Knieverletzung aus. Im Februar verpflichtete der Verein noch Azat Valiullin vor allem für die Deckung nach. Außerdem verfügt der Dormagener Jan-Christian Schmidt bereits über ein Zweitspielrecht bei den Hamburgern. Der Kreisläufer stand zu Beginn dieser Saison auch schon einmal beim BHC im Kader.

„Zentraler HSV-Spieler ist Jacob Lassen“, hebt Markus Pütz das Rückraum-Ass hervor, das in 25 Spielen 92 Tore und 98 Assists geschafft hat. Mit dem zweiten Wert ist der Däne sogar auf Platz fünf der Liga. „Hamburg ist eine sehr gute Angriffsmannschaft“, weiß Arnor Gunnarsson und verweist auf viele Begegnungen mit extrem vielen Toren.

Weil die Hanseaten dazu neigen, auch regelmäßig recht viele Treffer zu kassieren, sind die Ergebnisse in der Saison wechselhaft. Zu Beginn der Spielzeit gewann die Mannschaft von Coach Torsten Jansen sensationell mit 39:38 beim Deutschen Meister Füchse Berlin. Zuletzt überzeugte sie beim 37:35 in Hannover sowie dem ungewöhnlich torarmen 25:23 gegen die MT Melsungen. Allerdings setzte es auch eine 32:39-Pleite in Lemgo sowie eine 33:35-Heimniederlage gegen Schlusslicht SC DHfK Leipzig.

Der BHC weiß also nicht genau, was ihn am Donnerstagabend erwartet. „Aber wir haben auch in diesem Spiel die Chance, zu punkten“, sind die Trainer überzeugt. Ein Sieg wäre im Kampf um den Klassenerhalt Gold wert, zumal die HSG Wetzlar auf zwei Zähler an die Löwen herangekommen ist. Die Mittelhessen stehen derzeit auf dem ersten Abstiegsplatz.

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