Foto: Andreas Fischer

Keine Zeit zum Ausruhen

Am Ergebnis lag es nicht, dass die Stimmung nach der 29:34-Niederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt sehr gedämpft war. „Wir haben gegen eines der besten Teams überhaupt gespielt“, sagt das BHC-Trainergespann Arnor Gunnarsson und Markus Pütz. „Aber es ist wichtig, dass wir an den Sieg glauben, wenn wir auf die Platte gehen.“ Mit diesem Feuer will der Bergische HC nur 72 Stunden nach dem Heimauftakt ins Duell gegen die Rhein-Neckar Löwen gehen. Anwurf in der Wuppertaler Unihalle ist am Samstagabend um 20 Uhr.

Zur Analyse des Flensburg-Duells, in dem die Bergischen unter anderem 20 Minuten überragend und 30 Minuten angriffsschwach agierten, bleibt zwischen den beiden Spielen ohnehin keine Zeit. „Im Training hat das Spiel keine Rolle mehr gespielt. Wir haben den Fokus voll auf die Rhein-Neckar Löwen gelegt“, sagt Pütz. Ein echtes Mannschaftstraining fand am Donnerstag nicht statt. Es ging hauptsächlich um Regeneration und Videovorbereitung. „Freitag findet dann schon das Abschlusstraining statt. Wir haben also eine intensive Einheit – so ist das in einer Englischen Woche“, betont Gunnarsson.

Verletzt hat sich am Mittwoch niemand, so dass voraussichtlich dieselbe Mannschaft gegen die Rhein-Neckar Löwen antritt. Der Einsatz von Zugang Janik Schrader (Fußverletzung) ist weiterhin fraglich. Definitiv fehlen wird Yannick Fraatz, der sich aber auf gutem Weg befindet, noch in diesem Jahr von seinem Kreuzbandriss zurückzukehren.

Die Chance, gegen die Rhein-Neckar Löwen die ersten Punkte der neuen Saison zu holen, ist nominell größer als gegen Meisterschaftsaspirant Flensburg. „Auch die Rhein-Neckar Löwen sind eine Mannschaft mit sehr großem Potenzial“, weiß Pütz. Die beiden Niederlagen zum Auftakt täuschen darüber nicht hinweg. Zunächst verloren die Mannheimer ein umkämpftes Spiel in Hannover mit 31:32. Im ersten Heimspiel unterlagen sie dem VfL Gummersbach mit 26:31. Gunnarsson: „Da sind sie am Ende volles Risiko gegangen und sind nicht belohnt worden. Das Spiel war viel knapper als das Ergebnis.“

Nun also werden sich auch die Rhein-Neckar Löwen große Chancen auf ihre ersten Saisonpunkte ausrechnen. Pütz erklärt: „Sie haben ein gutes Sieben-gegen-Sechs, das sie häufiger zum Einsatz bringen. Die Kreisläufer-Kooperation ist sehr stark.“ Davon profitiert auch Aron Seesing, der im Sommer vom BHC nach Mannheim gewechselt ist. Sein Einstand bei den Rhein-Neckar Löwen war überzeugend. Er erhält viel Spielzeit auf beiden Seiten des Feldes und hat fünf beziehungsweise sechs Tore erzielt. Am Samstag kommt es zum Wiedersehen mit seinem alten Club.

Der Rest der Mannschaft ist nach Lage der Dinge ebenfalls dabei. Darunter sind mit Jannik Kohlbacher, Dani Baijens, Jacob Lassen, Haukur Thrastarson, Kentin Mahé sowie Torhüter David Späth zahlreiche sehr namhafte Spieler. Ein weiterer Ex-BHCer bei den RNL ist Tim Nothdurft, der von 2022 bis 2024 im Bergischen Land spielte.

Wer am Samstag dabei sein möchte, bucht entweder noch online im BHC-Ticketshop oder kauft sein Karten spontan an der Abendkasse.

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