Foto: Andreas Fischer

Ungewohnt: Heimspiel am Montag

Während die Konkurrenz in der 2. Handball-Bundesliga am Wochenende aktiv ist, rundet der Bergische HC den 25. Spieltag am Montagabend ab. Um 19.30 Uhr ist der TV Großwallstadt zu Gast in der Wuppertaler Unihalle. Der BHC möchte die 28:29-Niederlage im Hinspiel vergessen machen und in der Rückrunde weiter ungeschlagen bleiben, für die Gäste geht es im Kampf um den Klassenerhalt um wichtige Punkte.

„Für uns als Trainer und die Mannschaft ist es egal, ob das Spiel am Sonntag oder Montag stattfindet“, sagt BHC-Trainer Arnor Gunnarsson. „Für die Fans wäre wahrscheinlich das Wochenende schöner. Trotzdem würden wir uns riesig über große Unterstützung freuen. Die brauchen wir, um unsere Ziele zu erreichen.“ Dazu gehört natürlich der Wiederaufstieg in die 1. Liga, dem die Bergischen in diesen Tagen mit jedem gewonnen Match Schritt für Schritt näher kommen.

Zuletzt gelang der Mannschaft im Mittelteil der Englischen Woche ein 35:28-Erfolg bei Schlusslicht HSG Konstanz. „Das Wichtigste war, dass wir gut reingekommen sind. Mannschaften, die nicht von Anfang an da waren, hatten immer Probleme in Konstanz. Wir haben sofort gezeigt, dass gegen uns nichts zu holen ist“, blickt Gunnarsson durchaus zufrieden zurück. „Es wäre schön gewesen, wenn wir das 60 Minuten hätten durchziehen können. Zehn Minuten in der zweiten Halbzeit waren wir schlecht. Wenn uns das gegen einen besseren Gegner passiert, kann da auch schnell ein Fünf-Tore-Vorsprung weg sein.“

In Konstanz jedoch sorgte auch eine Schwächephase – unter anderem mit vier Gegentreffern in Serie – nicht mehr für Spannung. Dafür war der Vorsprung zu komfortabel, so dass Gunnarsson und Markus Pütz, die den BHC gemeinsam trainieren, das Match damit auch abhaken.

Gegen den TV Großwallstadt hofft das Duo nun auf eine bessere Vorstellung als im Hinspiel. „Das war eine unserer schlechteren Leistungen“, weiß der Isländer. Wirklich vergleichbar ist der TVG im März 2025 nicht mit dem TVG im Oktober 2024 aber nicht. Die Unterfranken hatten damals gerade einen neuen Trainer in André Lohrbach, der seitdem auch taktisch einiges verändert hat. Gunnarsson: „Großwallstadt spielt jetzt häufiger mit einer 5:1-Abwehr und setzt im Angriff auch auf den siebten Feldspieler.“

Dazu hat die Mannschaft ihren Kapitän verloren. Nils Kretschmer wurde aufgrund eines Dopingvergehens für drei Jahre gesperrt. Danach verpflichtete der Club mit Tobias Buck, Ben Battermann und Linkshänder Yessine Meddeb drei Rückraumspieler nach. Außerdem ist seit Januar in Julian Buchele ein neuer Torhüter da. „Die Rückraum-Achse ist tatsächlich fast runderneuert, so dass wir uns in einigen Bereichen auf ein ganz anderes Spiel einstellen müssen“, sagt Gunnarsson.

Gerne spielt der TVG weiterhin über Kreisläufer Patrick Gempp, der mit 81 Treffern erfolgreichster Schütze des Teams ist. „Wir müssen kompakt stehen und gegen den Kreis arbeiten“, betont der Trainer. „Dann ist da aber noch das Problem, dass es Spieler wie Stefan Salger gibt, die aus zwölf Metern werfen können.“

Die Vorbereitung auf das Duell hat am Freitag mit leichtem Training begonnen und setzt sich intensiver am Wochenende fort. Am Donnerstag hatte das Team nach der langen Rückfahrt aus Konstanz frei. „Keiner hat sich verletzt, keiner ist krank. Alles ist gut soweit“, zeigt sich der Coach mit der bisherigen Belastungssteuerung in der Englischen Woche zufrieden. Das heißt, dass voraussichtlich lediglich Robin Granlund (Kreuzbandriss) fehlen wird.

Zu einer Besonderheit kommt es bei Familie Babarskas. Gerdas, Abwehrchef des BHC, empfängt Povilas, Co-Trainer des TV Großwallstadt. Wer live dabei sein möchte, wenn die Frage beantwortet wird, welcher Babarskas die Punkte bekommt, hat dazu an der Abendkasse genauso die Chance wie online über den BHC-Ticketshop.

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