Lukas Stutzke im vollen Fokus mit dem Ball in der Hand auf dem Weg zum Tor.
Foto: Andreas Fischer

EIN DOME-SIEG ZU WEIHNACHTEN?

Am Samstag (17.30 Uhr) absolviert der Bergische HC seine letzte Begegnung des Jahres in der LIQUI MOLY HBL. „Wir wollen mit dem Gefühl eines Endspiels in das Match gehen“, sagt Trainer Jamal Naji. Der Wunsch zu Weihnachten ist klar: Gegen die HSG Wetzlar soll endlich ein Sieg im Düsseldorfer PSD BANK DOME gelingen.
Es ist der 18. Versuch, in der großen Multifunktionshalle zu gewinnen. Bislang sprangen in den Spielen gegen die Crème de la Crème der Bundesliga lediglich zwei Unentschieden heraus. Am Samstag stehen die Chancen gegen das Mittelfeldteam aus Wetzlar naturgemäß besser. „Mir ist eigentlich egal, wo wir gewinnen. Hauptsache, wir gewinnen“, betont Naji.

Denn natürlich möchten alle beim BHC auf einer positiven Note in die anstehende Weihnachts- und EM-Pause gehen. Die nicht am Turnier beteiligten Spieler treffen sich am 15. Januar zum Mannschaftstraining wieder, bereits vorher beginnt ein individuelles Programm. Gegen Wetzlar wollen die Löwen noch einmal alles investieren.

Die 28:31-Auswärtsniederlage gegen Frisch Auf Göppingen war zwar leistungsgerecht, „gut war aber, dass wir bis zum Schluss Moral gezeigt haben“, findet Naji. So hatte sich zwischendurch schon eine hohe Pleite angedeutet, doch in der Schlussphase trafen die Gäste noch ordentlich und bekamen über eine offensive Abwehr Zugriff.

Problematisch war abermals die Besetzung der Kreisläufer-Position. Frederik Ladefoged biss als einziger zur Verfügung stehender Stammspieler auf die Zähne und stand trotz Rückenschmerzen 55 Minuten auf dem Feld. „Er war bei weitem nicht bei 100 Prozent, will aber unbedingt der Mannschaft helfen“, erläutert der Trainer, der auch einen leicht angeschlagenen Linus Arnesson in seinen Reihen hatte. „Ich hoffe, dass beide am Samstag spielen können.“

Dann würde exakt dieselbe Mannschaft wie in Göppingen auf dem Feld stehen – was immer noch vier Ausfälle bedeutet. Probleme wie diese hat die HSG Wetzlar zumindest auf ihren Schlüsselpositionen nicht. Naji: „Ich möchte mich nicht als Hellseher aufspielen, aber es ist in dieser umkämpften Liga tatsächlich wie schon vor der Saison prognostiziert: Die Mannschaften, die gesund bleiben, punkten auch.“

Wetzlar hatte keinen guten Saisonstart erwischt, sich aber stabilisiert und seine letzten beiden Heimspiele gegen Melsungen und Leipzig gewonnen. Mit 15 Punkten haben sie zwei mehr als der BHC, der das Hinspiel Mitte Oktober mit 32:28 für sich entschied. „Die HSG Wetzlar ist eine Mannschaft, die wir schlagen können. Und das wollen wir unbedingt machen.“ Nur zwei Punkte Vorsprung haben die Bergischen aktuell auf den ersten Abstiegsplatz, den der ThSV Eisenach belegt. „Wir befinden uns im Kampf um den Klassenerhalt. Dadurch, dass beide Aufsteiger gute Ergebnisse holen, sind sechs, sieben Mannschaften unheimlich eng beieinander.“

Gegen Wetzlar sei es extrem wichtig, das Tempospiel zu unterbinden. „Da müssen wir sehr diszipliniert sein und unbedingt gut in den Rückzug kommen“, warnt Naji vor dieser Stärke der Mittelhessen – wohl auch, weil der Rückzug bei seinem Team zuletzt nicht immer zu 100 Prozent wie gewünscht funktioniert hat.

Gut 3500 Tickets sind für das Weihnachtsspiel im DOME bereits abgesetzt. Wer bei dem richtungsweisenden Duell dabei sein möchte, kann an der Tageskasse zuschlagen oder bequem über den BHC-TICKETSHOP buchen.